Schmerzbehandlung

Behandlungswege

Die erste Anlaufadresse bei chronischen Schmerzen sollte der Hausarzt bzw. die Hausärztin sein. Diese/r wird Befunde einholen lassen und gegebenenfalls an einen Facharzt überweisen, der idealerweise ein Schmerzdiplom haben sollte.

Zielführend könnte auch der Besuch in einer Schmerzambulanz sein (Kontakt: Schmerzeinrichtungen). Dabei ist allerdings zu beachten: Von den 37 von der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG) in Österreich erhobenen Schmerzambulanzen gibt es nur eine einzige, die sämtliche Fachrichtungen, inklusive Psychologie, im Programm hat.

Eine Schmerzambulanz ist freilich nicht alles, was es braucht, um chronische Schmerzen effektiv zu behandeln. Dieses Ziel kann, wie zahlreiche wissenschaftliche Studien – darunter auch eine der Gesundheit Österreich (vormals ÖBIG) – belegen, nur in einem multidisziplinär besetzten Schmerzzentrum mit multimodaler Therapie erreicht werden.

Das einzige Schmerzzentrum, das eine solche Therapie nach internationalem Vorbild anbietet, wurde in Österreich im Klinikum Klagenfurt am Wörthersee installiert. Das heißt, dass der Zustand eines Schmerzpatienten von mehreren Fachspezialist/innen (multidisziplinär) abgeklärt und danach multimodal behandelt wird.

Multimodale Schmerztherapie

Bei der bisher einzig bekannten Methode, die erfolgversprechend ist, werden nicht nur Medikamente verabreicht, sondern es kommen auch andere Methoden zum Einsatz: Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining zur Stärkung der Muskeln und des gesamten Körpers. Dazu kommen Schmerzbewältigungs-, Entspannungs- und Bewegungstraining, Ernährungsberatung und die Vermittlung von Freude am Leben, gepaart mit Physiotherapie und mit Unterstützung der Psychologie. Die individuelle, auf das persönliche Krankheitsbild des Patienten abgestimmte, Behandlungskombination, verspricht den Behandlungserfolg.

Je früher diese Therapie zum Einsatz kommt, umso besser ist die Chance, ausreichende Schmerzlinderung zu erzielen.

Das Besondere an dieser multimodalen Therapie: sie wird in der Gruppe und ambulant ausgeführt.

Zusätzlich stehen bei Bedarf auch Betten für eine stationäre Behandlung zur Verfügung.

Eigeninitiative gefragt

Die Anleitung im Team ist nur ein Weg, der Erfolg verspricht. In vielen Fällen hilft auch Eigeninitiative: Indem sich der Schmerzpatient/in auf den eigenen Körper besinnt und lernt wie man mit Schmerzen umgehen und – vor allem – leben kann. Als Anregung dazu gibt es jetzt den Schmerz-Werkzeugkoffer, eine Broschüre in der ein Schmerzpatient Tipps gibt, wie man mit Eigeninitiative, Geduld, Entspannung und Bewegung den eigenen Schmerz in den Griff bekommen kann.

Fordern Sie die Gratis-Broschüre hier an.