Rückenmarkstimulation gegen chronische Schmerzen

Wenn Medikamente oder andere Behandlungsansätze keine Wirkung mehr zeigen ist die Rückenmarkstimulation (SCS) eine minimal invasive Therapiemöglichkeit. Dabei wird ein batteriebetriebener „implantierbarer Impulsgenerator“ (IPG) unter die Haut appliziert, für gewöhnlich am Bauch, oberhalb des Gesäßes oder unter dem Schlüsselbein. Davon gehen eine oder mehrere Elektroden aus, die die Nervenfasern im Rückenmark stimulieren, was zu einer Schmerzlinderung führen kann. Die elektrischen Impulse überlagern das Schmerzsignal durch ein leichtes Kribbeln, verschiedene Programme erlauben es den Patienten, das Gerät auf Schmerzen unterschiedlicher Art oder diverse Lebenslagen (Sitzen, Liegen) einzustellen.

Diese Methode zur Behandlung chronischer Schmerzen wurde erstmals 1967 eingesetzt und ist seither bei über 400.000 Patienten weltweit erprobt. Als Anwendungsgebiete kommen u.a. die folgenden in Frage:

Failed-Back-Surgery-Syndrome (FBSS), ein Oberbegriff für anhaltende Schmerzen im unteren Rücken und den Beinen, die auch nach Wirbelsäulenoperationen oder anderen

Interventionen wie Rückenmarkmanipulation oder Nervenblockaden zur Linderung

neurologischer Defizite nicht behoben werden können.

Complex Regional Pain Syndrome (CRPS)) oder Komplexes regionales Schmerzsyndrom, das meist durch Traumata verursacht wird und in verschiedenen Formen auftreten kann: Brennende Schmerzen, erhöhte Empfindlichkeit der Sinnesorgane, Kälte-, Hitze- und Schmerzempfindlichkeit der Haut (Hyperästhesie), Schwellung, übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) und trophische Veränderungen der Haut und der Knochen in den betroffenen Bereichen.

Periphere Neuropathie: jegliche Erkrankung/Störung des peripheren Nervensystems.

In zwei randomisierten Kontrollstudien wurde die Wirksamkeit der Rückenmarkstimulation mit anderen Schmerzbehandlungsmethoden, wie konventioneller Medikamenten-Therapie und wiederholten Wirbelsäulenoperationen, verglichen. Eine 2005 veröffentlichte Studie belegte, dass Behandlungserfolge bei der Rückenmarkstimulation nach Messung mittels Standardschmerzskalen und Analyse der Resultate wahrscheinlicher sind als bei wiederholten Wirbelsäulenoperationen. Es wurde weiters festgestellt, dass die Rückenmarkstimulation bei Patienten mit Failed-Back-Surgery-Syndrom (FBSS) deutlich mehr Behandlungserfolge erzielte als wiederholte Operationen.

Bei einer anderen, im Jahr 2008 veröffentlichten Studie zeigte sich, dass ausgewählte Patienten nach 24 Monaten der Behandlung mit der Rückenmarkstimulations-Therapie angaben, eine Schmerzlinderung, klinisch bedeutsame Verbesserungen der funktionalen Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität zu verspüren, sowie mit der Behandlung zufrieden zu sein. Der Grad an Schmerzlinderung durch die SCS-Therapie ist von Patient zu Patient freilich unterschiedlich. Einige Patienten sind anschließend völlig schmerzfrei, andere erleben eine beträchtliche Linderung ihrer Schmerzen.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre „Das Gesicht von chronischen Schmerzen verändern“ oder unter der Firma Boston Scientific www.bostonscientific.de .

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