Rekordbesuch bei der Cannabis-Aufklärung

Wer am 26. Februar 2019 an der Veranstaltung „Wunderdroge Cannabis?- Was Schmerzpatienten wissen sollten“ teilnahm, glaubt sicher nicht länger daran, dass es in diesem Land keine Menschen mit chronischen Schmerzen gibt: An die 250 Menschen drängten – teilweise mit Krücken –  in den Festsaal des  Krankenhauses Göttlicher Heiland, um sich über die Wirkungsweise der Cannabis-Pflanze zu informieren: Was das ins Gerede geratene und dennoch zur „Heilpflanze des Jahres“ gekürte Cannabis kann und was nicht.

Für mindestens 100 Besucher gab es keine Sitzplätze mehr

Zum Auftakt stellte die Cannabis-Expertin Dr. Birgit Kraft fest, dass Cannabis schon vor mehr als 4000 Jahren als Schmerzmittel eingesetzt wurde und was die in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffe CBD und THC können: Entzündungen hemmen, Appetit und Schlaf steigern, die Merkfähigkeit stärken und sogar das Schmerzgedächtnis positiv beeinflussen.

Diese Strategie verfolgt der Schmerztherapeut und Orthopäde Dr. Martin Pinsger schon seit über 20 Jahren. Immer wieder muss er aber erleben, wie die Kasse seine Verschreibung von Cannabinoiden zurückweist und die Abweisung damit begründet, dass es keine evidenzbasierten Studien gibt. Nach stundenlangen Wartezeiten erhält der Patient vom Chefarzt die Entscheidung „abgelehnt“. Diese Degradierung zum Bittsteller ist für Schmerzpatienten, genauso wie für den Mediziner, der Medical Cannabis verschreibt, „beschämend und würdelos“.

Dem konnte die in europäischen Gremien vertretene Suchtgiftexpertin Univ. Prof. Dr. Gabriele Fischer, nur beipflichten: „Die Würde ist in den Menschenrechten verankert“. Und: „Jeder hat das Recht nach den neuesten Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft behandelt zu werden“.

Wie groß der Frust des Patienten sein kann, weiß Dr. Peter Kolba, selbst Schmerzpatient, längst. Als der an Polyneuropathie Leidende nach zwei wirkungslosen Verschreibungen um Dronabinol ansuchte, wusste er, dass er sich die EUR 900, die seine monatliche Dosis erfordert, nicht lange würde leisten können. Nach seinem Einspruch bei der Wiener Gebietskrankenkasse kam eine „typisch österreichische Lösung“ heraus. Damit auch andere Menschen mit chronischen Schmerzen von den wohlfeilen Rezeptgebühren profitieren können, gründete der ehemalige Konsumentenschützer den Verbraucherschutzverein, der abgewiesener Patient/innen bei ihren Forderungen nach Kostenübernahme unterstützt. Mehr unter www.allianz-gegen-ignoranz.at

Die gesamten 1 ½ Stunden der Veranstaltung (inklusive Fragen aus dem Publikum) können Sie kostenlos herunterladen unter: https://vimeo.com/320241470.

Eine DVD gibt es um EUR 10 bei: Videotechnik-Ing. Friedel Hans e.U. in 2380 Perchtoldsdorf, Barbachgasse 15

 

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