Amerikaner nehmen Schmerzen stärker wahr als Europäer

Obwohl Patienten in den USA nach orthopädischen Operationen mehr Schmerzmittel erhielten als Patienten in Europa war ihr Wunsch nach mehr Schmerztherapie höher als bei einer Vergleichsgruppe aus 13 europäischen und außereuropäischen Ländern. Das berichtet eine Arbeitsgruppe des Universitätsklinikums Jena im British Journal of Anaesthesia.

Ein Teil der Ergebnisse ließe sich dadurch erklären, dass in den USA mehr Patienten bereits vor der Operation Opioide eingenommen haben, was zu einer verringerten Wirkung der Schmerzmittel nach der Operation führen könnte. Dennoch geben auch US Patienten ohne vorherige Schmerztherapie höhere Schmerzen an als die europäischen Probanden.

Die Autoren der Studie ziehen dafür zwei mögliche Erklärungen in Betracht: In den USA werden Patienten viel häufiger vom Pflegepersonal zu ihrer Schmerzintensität befragt als in Europa. Dies könnte zu einer stärkeren Fokussierung auf die eigenen Schmerzen führen und eine Ablenkung vom Schmerz verhindern. Möglicherweise seien US-Patienten auch weniger bereit, nur mäßige Schmerzen zu tolerieren – eine Haltung, die durch das werbewirksame Versprechen vieler Kliniken, die Patientenzufriedenheit in den Mittelpunkt zu stellen, verstärkt werde. Obwohl keineswegs auf die Messung von Schmerzaspekten verzichtet werden sollte, könnten andere Indikatoren für Therapieentscheidungen und Qualitätsbewertung besser geeignet sein. Beispielsweise die Frage, ob der wahrgenommene Schmerz die Bewegung oder die Atmung behindere.

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